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Warum oral nicht gleich ohral ist

Fiebermessen. An sich eine Aufgabe, die für einen Patienten kein allzu großes Problem darstellen sollte. SOLLTE. Wie sich heute an meinem 68. Tag als FSJ’lerin herausgestellt hat, gibt es durchaus Patienten, für die das sehr wohl eine größere Herausforderung darstellt.

Problem 1: Die Plastikhülle um das Fieberthermometer (eigentlich der Hygiene wegen) scheint dieses derart zu entfremden, dass es für den Patienten nicht mehr als solches erkannt wird und die Hülle deswegen umgehend entfernt werden muss.

Problem 2: Muss man das Thermometer anschalten um ein Messergebnis zu erhalten? Nein, man kann es auch ausgeschaltet lassen, 10 warten, und das Thermometer letztendlich der Nichtfunktionalität beschuldigen.

Problem 3: Es gibt zu viele potentielle Körperöffnungen für eine Temperaturmessung. Wo also messen? In unserem Fall soll nun oral gemessen werden.

Problem 4: Die Definition bzw. Interpretation des Wortes 'oral'. [Definition 'oral': den Mund betreffend]

Fügt man dem Wort 'oral' nun noch an einer bestimmten Stelle ein „h“ hinzu, erhält das Wort in Hinblick auf die Frage nach dem Ort der Messung eine völlig andere Bedeutung...: OHRal.

3x dürft ihr raten wo der Patient die Körpertemperatur gemessen hat... Tipp: jedenfalls nicht im Mund.

2 Kommentare 9.11.08 15:29, kommentieren